FDP Bochum

Kreisverband

Reform der Krankenhausversorgung (28.09.2016)

Michael Kauch (Mitte) mit dem Koordinator des Themenabends Léon Beck (links) und dem Kreisvorsitzenden Olaf in der Beek (rechts)
Michael Kauch (Mitte) mit dem Koordinator des Themenabends Léon Beck (links) und dem Kreisvorsitzenden Olaf in der Beek (rechts)
Der FDP-Kreisverband Bochum begrüßte mit einer Reihe von Gästen gestern um 19.00 Uhr im Restaurant Lennox den ehemaligen FDP-Bundestagsabgeordneten Michael Kauch und diskutierte über Fehlanreize im System der Gesundheitsfinanzierung und notwendigen Reformbedarf.

Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen ist seit langem Gegenstand öffentlicher Debatte. Über Ursachen und Implikation klärte der Referent zunächst in einem spannenden Impulsreferat auf. Ursprünglich erfolgte die Vergütung von Krankenhausleistungen bis zum Beginn der 2000er Jahre überwiegend über Tages- und Pflegesätze und zu einem nur geringen Teil über Fallpauschale und Sonderentgelte. Seitdem erfolgt die Vergütung über ein besonderes Klassifikationssystem, in dem diagnosebezogene Fallgruppen gebildet wurden. Das seitdem in Deutschland praktizierte System hat eine geringere Komplexität durch Zusammenfassung von ähnlichen Behandlungen und hat dem Prinzip „längere Liegezeit bringt mehr Geld“ zunächst ein Ende bereitet. Allerdings führt das Durchschnittskostenprinzip oft zu einer Überbezahlung der Standarttherapie und zu einer Unterfinanzierung und damit Unterdeckung der Anwendung innovativer Methoden, an deren Fortentwicklung die Gesellschaft allerdings ein Interesse haben muss.Zudem spielt die Qualität der medizinischen Leistung keine Rolle, bei der Ermittlung der Durchschnittskosten lediglich die Kostenvarianz.


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