FDP Bochum

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Guidato: "Die geringe Impfquote bei Masern darf nicht verharmlost werden." (22.04.2018)

FDP Bochum fordert Impfpflicht für Kinder und mehr Aufklärungsarbeit.

Dr. Patrick Guidato, stellv. Kreisvorsitzender
Dr. Patrick Guidato, stellv. Kreisvorsitzender
Die Freien Demokraten Bochum sehen eine stadtweite Impfquote von 93 % bei Masern als nicht ausreichend an. „Die geringe Impfquote bei Masern darf nicht verharmlost werden, denn einer von 1.000 Masernfällen verläuft noch immer tödlich“, so Dr. Patrick Guidato, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Bochum. „Es ist daher für mich völlig unverständlich, dass das Bochumer Gesundheitsamt aus der aktuellen Situation offenbar keinen Handlungsbedarf ableitet.“ Die FDP setzt sich für die Einführung einer Impfpflicht für Kinder bis zum 14. Lebensjahr aus und fordert, aufkommender Impfskepsis mit Aufklärungsarbeit entgegenzutreten.

Die Freien Demokraten Bochum beanstanden die unkritische Haltung des Bochumer Gesundheitsamtes angesichts einer stadtweiten Impfquote gegen Masern bei 93 % und noch viel niedrigerer Werte in einzelnen Stadtteilen. „In Bochum wird die von Experten geforderte Impfquote von mindestens 95 % zur Eliminierung der Masern nicht erreicht. Das darf man nicht auf die leichte Schultern nehmen“, so Dr. Patrick Guidato, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP Bochum. „Da reicht es dann auch nicht aus, wenn man darauf verweist, dass die Zahl der Kinder, die eine einmalige Impfung erhalten haben, über 95 % läge. Eine einmalige Impfung gegen Masern stellt aber nur einen unzureichenden Schutz dar. Es ist daher für mich völlig unverständlich, dass das Bochumer Gesundheitsamt aus der aktuellen Situation offenbar keinen Handlungsbedarf ableitet. Man darf schließlich nicht vergessen, dass einer von 1.000 Masernfällen noch immer tödlich verläuft.“

Guidato sieht eine verstärkte Impfskepsis als eine große Gefahr für die Gesundheit von Kindern, Alten und Kranken an: „Die Haltung der früheren NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens, die bekanntlich eher impfkritisch war, hat offenbar einen Trend verstärkt. Gerade auch bei Impfskeptikern aus gut gebildeten Haushalten darf sich die Verwaltung nicht auf Beschwichtigungen zurückziehen. Wohin der Erfolg solcher Bewegungen führt, sehen wir immer wieder im Ausland, aber mittlerweile auch in Süddeutschland, wo wieder schwerwiegende Komplikationen bei Kinderkrankheiten wie Masern auftreten oder sogar Kinder versterben.“

Auf ihrem Bundesparteitag im Frühjahr 2017 haben die Freien Demokraten eine Impfpflicht für Kinder bis zum 14. Lebensjahr, gekoppelt an die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, beschlossen. „Der Beschluss war ein wichtiger Meilenstein für den Schutz von Kindern. Solange dieser nicht in ein Gesetz umgesetzt wird, sind auch die Kommunen in der Pflicht, mit intensiver Aufklärungsarbeit Impfgegnern entgegenzutreten, denn es geht um nicht weniger als die Gesundheit unserer Kinder und Schwachen. Die NRW-Koalition aus FDP und CDU hat auf Landesebene gehandelt und im Landeshaushalt 2018 bereits 200.000 Euro eingestellt, um Aufklärungsmaßnahmen und Schutzimpfungen zu unterstützen“, so Guidato abschließend.


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